Adventsschnurre – Lesung

Kapitel 1 - 1. Advent

Liebe Adventskalenderbesucherin, lieber Adventskalenderbesucher

Vielleicht hattest (oder hast) Du ja jemanden, der Dir ab und zu vorliest oder vorgelesen hat. Bei mir war es meine Großmutter und ich habe es geliebt. Seit einigen Jahren bin nun ich es, der vorliest – und ich merke, das Lesen macht auch viel Spaß. Deshalb, möchte ich es gern mit Dir teilen.

Dieses Jahr kam ich an einem dieser Büchertauschregale vorbei und sah dort ein kleinen, schmutziggrünen Band mit „Weihnachtsschnurren“.
Weihnachtsgeschichten aus dem Berlin der 1920er Jahre. Aber es geht weniger um Glanz, Glimmer und Varieté, sondern es geht um Männer, die ihre Arbeit verloren hatten und nun mit mehr oder weniger lauteren Mitteln versuchen mussten, über die Zeit zu kommen.

So auch Brunos Vater Otto. In den kalten Wintern verbrachten sie viel Zeit im geheizten Pergamonmuseum, denn Geld für Kohlen hatten sie oft nicht und so war die Wohnung kalt.

Vor knapp 100 Jahren, im eiskalten Winter 1928, versuchen die beiden ihr Glück auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

Lass Dich einladen, zu hören, wen sie dort treffen, wieso ein Kinderkarussell gerettet werden muss und was ein Esel mit Echnaton zu tun haben könnte …..

Vielleicht kochst Du Dir einen Adventstee oder einen Glühwein, knusperst ein paar gebrannte Mandeln oder Plätzchen, zündest ein Räucherkerzchen an und machst es Dir für die nächste Viertelstunde einfach mal gemütlich …..

Kapitel 2 - 2. Advent

2. Advent

Liebe Adventskalenderbesucherin, lieber Adventskalenderbesucher

Vielleicht möchtest Du ja wissen, wie es Bruno, Otto, Paul und dem Esel Franz mit ihrem Karussell neben Pagoden-Ede nun ergeht.
Du ahnst sicher schon, es könnte Schwierigkeiten geben.
Heute hörst Du, wie ein Engel im Pelzmantel Vater auf eine neue, bahnbrechende Idee kommen lässt, wieso zu viel Licht manchmal auch gerade richtig sein kann und was eine Bierreklame mit der heiligen Familie zu tun hat …..

Ich wünsche Dir entspannte 20 Minuten im Advent, mit oder ohne Dominosteine, vielleicht mit einer Weihnachtspyramide. Wenn Du eine hast, auf der die heilige Familie und die 3 heiligen Könige drauf sind, dann solltest Du sie heute unbedingt anzünden, denn das passt dann gut zu unserer Geschichte.

Kapitel 3 - 3. Advent

3. Advent

Liebe Adventskalenderbesucherin, lieber Adventskalenderbesucher

Nachdem es unserer heiligen Familie, den Königen und all den vielen Christkindern gut ergangen ist, taucht nun das Problem auf, dass zu wenig Licht auch Schwierigkeiten macht. Diesmal hörst Du, wie mit viel Vertrauen auch solche Situationen bewältigt werden können, dass es manchmal Mut braucht, um einfach da zu bleiben und dass es trotzdem mitunter zu einer wilden Flucht kommen kann. Denn auch vor Weihnachten und im Zusammenhang mit der heiligen Familie können es die Menschen nicht lassen, miteinander zu streiten …..

Mach Du es Dir nur recht gemütlich und genieße die Abenteuer, von denen ich Dir vorlesen möchte. Und wenn Du mich fragst, was heute das passende Getränk wäre, dann kann ich Dir sagen, dass es ein guter Grog sein darf (und falls Du den nicht hast, magst oder trinken darfst, dann geht auch ein guter Tee oder ein Kinderpunsch). Ich wünsche Dir eine unterhaltsame Viertelstunde im Advent

Kapitel 4 - 4. Advent

Liebe Adventskalenderbesucherin, lieber Adventskalenderbesucher

Es könnte sein, dass Du Dich am Ende des letzten Kapitel gefragt hast, wie diese Geschichte denn nun zu Weihnachten passt. Dann solltest Du heut’ noch zuhören. Denn heute geht es von der Spree bis nach Ägypten. Und was es in Ägypten zu erleben gibt, welche Rolle Herodes spielt und was passiert, wenn Echnaton mit Echnaton ein Stelldichein im Dunkeln hat, dass alles erfährst Du im letzten Kapitel unserer Weihnachtschnurre.

Genieße noch einmal eine Viertelstunde im Advent. Du kannst ja wieder eine Räucherkerze (Weihrauch-Duft könnte heute passen) anzünden und vielleicht ein Stück Stollen kosten. Falls Du von all’ dem Süßkram schon genug haben sollest, heute passt auch etwas Deftiges. Vielleicht eine Vorab-Probier-Charge des Heilig-Abend-Kartoffelsalates? Oder Bratwurst und Bier. Für die Kinder: Fassbrause – schliesslich beginnt die Reise nach Ägypten ja auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.

(Ich hoffe, Du hattest beim Zuhören so viel Spass wie ich beim Vorlesen. Und so verabschiede ich mich mit diesem Kapitel und wünsche Dir: Ein gesegnetes Weihnachtsfest.)