Aktuelles

Lukaskirche – es geht los!

Liebe Schwestern und Brüder, „Wie geht es weiter mit unserer Kirche?“ lautete der Ruf 2013 und endlich hat sich das Drängen und Hoffen gelohnt, wir können bauen!

Seit August haben wir die Zusage für eine finanzielle Förderung und Unterstützung des Landesdenkmalschutzes und unserer Landeskirche. In vier Jahren war genug Zeit für die Suche nach dem richtigen Weg. Mittlerweile haben wir uns für eine Konzeption zur Sanierung und Neuordnung unserer Kirche entschieden. In vielen Sitzungen des Bauausschusses wurde neben den drängenden Themen des Bauunterhalts immer auch über das große Ziel einer Sanierung und Weiterentwicklung der Lukaskirche gesprochen. Schon seit 2015 werden wir dabei vom Architekturbüro Jarmer unterstützt. Längst wurde der Bestand untersucht und in Planunterlagen erfasst, jetzt wissen wir genau, wie der 1. Bauabschnitt (BA) verlaufen soll.

Zurzeit werden noch letzte Gutachten abgeschlossen und die Genehmigungsplanung beendet. Dann kann im Februar 2018 mit der Baustelleneinrichtung begonnen werden. Nach der Einrüstung unseres Hauptturmes erfolgt seine Sanierung. Es gilt, die maroden Teile der Sandsteinfassade zu ersetzen und große Flächen neu zu verfugen. Weiterhin muss der Glockenbereich geschützt werden. Zudem wird intensiv über den Turmabschluss ohne Sicherungsnetze beraten. Im 1. BA geht es jedoch auch um weitere markante Änderungen. So soll der vordere Zugang zu den Emporen von der Brauthalle aus gewährleistet werden. Es entsteht ein zentraler Haupteingang. Gerade für große Gottesdienste und Veranstaltungen ist dies hervorragend. In einem weiteren Schritt werden die bestehenden sich anschließenden Lagerflächen zu Sanitärbereichen entwickelt und klare Nutzungsbereiche ausgebildet.

Jeder Besucher von Gottesdiensten oder Konzerten wird in Zukunft diese Bereiche leichter finden. Was hier auf eine kleine Seite passt, ist in der Umsetzung sehr aufwendig und kräftezehrend. Viele Fragen konnten schon beantwortet werden und doch müssen wir gewahr sein, dass viele neue, nicht vorhersehbare Schwierigkeiten und Probleme auftauchen können. Aber, so ist es mit neuen Wegen. Lasst uns jetzt weitergehen in Zuversicht und Vertrauen.

Harald Poll im Namen des Bauausschusses


Das Blaue Wunder im Kirchturm

In diesem Jahr beginnt die Sanierung der Lukaskirche. Für den ersten Bauabschnitt, die Sanierung der Turmfront, rechnen wir mit einer Bausumme von ca. 1 Million €. Wir können sehr dankbar über die Gewährung von Fördermitteln in Höhe von rund 950.000 € sein, die uns das Amt für Denkmalpflege und die Landeskirche zur Verfügung stellen. Es muss aber auch die Gemeinde einen Eigenanteil zur Finanzierung aufbringen. Im Zuge der ersten Bauarbeiten muss die Läuteanlage mit den 4 Glocken saniert werden.

Wir bitten Sie dafür sehr herzlich um Spenden, damit unsere Glocken nicht verstummen.

Bei den Recherchen zur Sanierung stellte unser Architekt, Herr Jarmer, fest, dass der Glockenstuhl vom Konstrukteur des Blauen Wunders, Claus Köpcke, konstruiert wurde. Wir haben sozusagen ein „kleines Blaues Wunder“ im Turm. Aber wie die Brücke, so ist auch der Glockenstuhl in die Jahre gekommen und braucht dringend eine grundhafte Überarbeitung. Dafür sind aktuell 50.000 € veranschlagt. Bitte helfen Sie mit, dass wir diese große Aufgabe, die Erhaltung der Lukaskirche, bewältigen können.

Ihr Pfarrer Dieter Rau


Gemeinderüstzeit | 8.–10. Juni 2018 in Rathen

Wie schon angekündigt, soll im Juni eine Gemeinderüstzeit in der Felsenburg Rathen stattfinden.

Dazu sind Groß und Klein, Jung und Alt herzlich eingeladen. Wir haben insgesamt 30 Plätze zur Verfügung und müssen einen Monat vorher eine Teilnehmerliste an das Rüstzeitheim schicken. Deshalb wäre es gut, wenn Sie sich so bald wie möglich anmelden.

Hier sind die Preise für Vollpension pro Tag:

Erwachsene: DZ pro Person 35,00 € | EZ 39,00 €
Kinder: 12-16 Jahre 29,30 € | 6-11 Jahre 19,60 € I 3-5 Jahre 9,90 € | 1-2 Jahre 7,80 € I bis 1 Jahr frei

Alle näheren Angaben zum Programm u. ä. teilen wir dann in einem Rüstzeitbrief mit.

Ihre Dieter Rau und Bettina Müller


Verabschiedung unseres Hausmeisters, Frank Müller

Vielleicht haben Sie es schon gehört, dass unser Hausmeister, Herr Frank Müller, nach vielen Jahren des Wirkens in unserer Kirchgemeinde in den Ruhestand gehen wird. Nur noch bis Ende April ist er in unserer Gemeinde tätig. An vielen Stellen und bei vielen Aufgaben ist er eigentlich nicht wegzudenken: beim Kampf mit dem Laub im Herbst oder mit Schnee und Glätte im Winter, bei den Mahlzeiten der Gemeinde, beim Kaffeeausschenken, bei der Vor- und Nachbereitung von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen, beim Altenadvent oder Silvestercocktail, im Kindergarten und im Gemeindehaus und natürlich in der Lukaskirche, oft aber auch im Verborgenen. Wir danken Herrn Müller sehr herzlich für alle Kraft und Zeit, die er für unsere Gemeinde investiert hat und hoffen, dass er an der einen oder anderen Stelle, bspw. im Hollandarbeitskreis, weiter aktiv sein kann und will.

Natürlich ist der Hausmeisterposten eine wichtige Stelle im Räderwerk der Gemeinde. Darum hat der Kirchenvorstand beschlossen, die Stelle wieder zu besetzen und hofft auf einen guten Nachfolger bzw. eine gute Nachfolgerin.

Wir wünschen Herrn Müller für den Ruhestand alles Gute, Gottes Segen und Gesundheit, und dazu viele gute Eindrücke und Erfahrungen bei den Reisen, die er so gerne macht und für die er sich nun richtig Zeit nehmen kann. Herr Müller soll am Sonntag Kantate, dem 29. April, im Gottesdienst verabschiedet werden.

Der Kirchenvorstand


Bitte helfen Sie den Betroffenen von Naturkatastrophen und weiterhin den Flüchtlingen aus Syrien und dem Nordirak!

Immer wieder erschüttern Naturkatastrophen auf unserer Erde ganze Landstriche, viele Menschen sind betroffen und brauchen unsere Hilfe! Wieder sind die Philippinen von einem Taifun betroffen.
Dringende Hilfe wird auch für die Flüchtlinge im Südsudan benötigt, aber auch nach wie vor für die Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsregionen Syriens und dem Nordirak. In Syrien dauert der Krieg nun schon drei Jahre an, die Lebensbedingungen in den Lagern in den Nachbarländern ist äußerst kritisch.
Große Sorge bereitet uns auch die Verfolgung von Christen in Afrika und besonders aktuell im Norden des Irak durch die IS-Truppen.
Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Diakonie Katastrophenhilfe
IBAN: DE9335060190 0100100100
BIC: GENODED1DKD
LKG Sachsen – Bank für Kirche und Diakonie
Unter Verwendungszweck kann ein Kennwort angegeben werden (z. B. „Sudan“ oder „Syrien“ oder „Philippinen“ u. a.).


Kleiderspenden für das Sozialkaufhaus

Im Pfarramt können weiterhin während der Öffnungszeiten Sachspenden für das Dresdner Sozialkaufhaus abgegeben werden. Wir nehmen aber nur noch Textilien und Schuhe entgegen; keine Haushaltsgegenstände.


Kostenlose Servicenummer der EKD

Sie haben Fragen zu kirchlichen Strukturen, Seelsorgeangeboten, Tagespolitik, Kirchensteuer?

Ein kurzer Anruf kann Klarheit bringen. Das Service-Telefon der evangelischen Kirche ist bundesweit kostenlos aus dem Fest- und Mobilnetz erreichbar. Unter der Rufnummer 0800-50 40 602 ist ein Team ansprechbar von Montag bis Freitag (außer an bundesweiten Feiertagen) von 9 bis 18 Uhr. http://www.ekd.de


Pfarrer nur mit Ehe

Vorbild: Ohne Trauschein können Pfarrer mit ihrer Partnerin nicht im Pfarrhaus wohnen. Besonders Vikare fühlen sich davon unter Druck gesetzt, …
… heiraten zu müssen.

Das kirchliche Raster war zu eng für Stephan Hoberg. Der 29-Jährige blieb darin hängen, zusammen mit seiner Freundin. Die »Raster-Fahndung« nach vorbildlicher Lebensführung für den künftigen Pfarrdienst ergab, dass der Vikar nicht in den Probedienst in Sachsen gehen kann. »Es wird für mich keine Pfarrstelle geben, solange meine Partnerin und ich unverheiratet sind und wir keinen Termin für unsere Hochzeit nennen können«, schreibt der junge Mann zum Abschied an seine Gemeinde in Dresden. Nun verlässt er die Landeskirche, wechselt zur Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands. Warum es soweit kommen musste, dazu möchte sich Stephan Hoberg in der Presse nicht äußern. Er bedauere die Entscheidung des Landeskirchenamts, schreibt er im Gemeindebrief. »Ich wünschte, Vertrauen hätte in all den Gesprächen und der Entscheidung der Landeskirche den Vorzug vor Angst und Misstrauen bekommen.«

Im Vikariat, dem Vorbereitungsdienst, gibt es weniger Angst vor falscher Lebensführung. Da können Vikare problemlos mit der Freundin zusammen wohnen. Doch mit dem Wechsel ins Pfarramt gilt das Pfarrdienstrecht – und das schreibt vorbildhafte Lebensführung vor, wozu auch die Ehe gehört. »Wir wünschen, dass bis zum Probedienst die Frage der Heirat geklärt ist«, sagt Karl Ludwig Ihmels, Referent im Landeskirchenamt für die Ausbildung der Theologen. »Ich sage ihnen das schon im Studium«. Die Problematik tauche also nicht plötzlich auf, so Ihmels. Bei der heutigen Generation stoße die Regelung auf wenig Freude und sorge regelmäßig für Diskussionen, gibt er zu. Der Weggang von Stephan Hoberg sei »ausgesprochen bedauerlich«, fügt er an. Doch der Dresdner Vikar ist kein Einzelfall.

Seit Jahren stoßen sich angehende Pfarrer und Pfarrerinnen an der verordneten Ehe, wenn sie mit dem Partner ins Pfarrhaus wollen. Die meisten scheinen sich zu fügen. Trotzdem haben 13 angehende Vikare in einem gemeinsamen Brief an Bischof und Landeskirchenamt unter anderem auch diesen Punkt bemängelt. »Das war ein guter Brief«, sagt Karl Ludwig Ihmels. Er habe einfühlsam gespiegelt, wie Probleme wahrgenommen wurden. »Wir müssen nun besprechen, wie wir die Probleme künftig vermeiden können«, so Ihmels. Dass die Verbindlichkeit einer Beziehung am besten in Form der Ehe zum Ausdruck kommt, betont auch Matthias Große, Vorsitzender der Pfarrervertretung in Sachsen. Es sollte dabei jedoch nicht um eine genaue Terminierung der Hochzeit gehen, sondern um eine Schärfung des Bewusstseins, sagt der Glauchauer Pfarrer.

Schon eine wissenschaftliche Arbeit von 2009 an der TU Dresden beschäftigte sich mit der »Pfarrerehe im Spannungsfeld von persönlichen und öffentlichen Erwartungen«. Die Verfasserin Tabea Köbsch, heute selbst im Landeskirchenamt tätig, befragte dazu sächsische Pfarrer. Sie kam zu dem Schluss, dass die »mit der Glaubwürdigkeit begründete Überbewertung äußerer Lebensformen und der damit ausgeübte Druck« auf junge Paare »äußerst problematisch« seien. Ihre Empfehlung: Keine einseitige Orientierung am Familienstand. Trotzdem müsse das Leitbild der Ehe nicht aufgegeben werden. »Die Bedeutung der Ehe als freiwillig und selbstbewusst eingegangene, dauerhafte und verbindliche Paarbeziehung kann im Gegenteil dadurch nur gestärkt werden.« Der Personaldezernent in der benachbarten Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands hat die Empfehlung gegen die Einseitigkeit wohl verstanden. Auf Anfrage teilt Michael Lehmann mit: »Auch unsere Landeskirche erwartet, dass die betroffene Person ihre Lebensverhältnisse verantwortlich und mit ihrem Dienst vereinbar klärt. Dies freilich braucht einen Freiraum, der immer individuell ist.« Diesen Freiraum hatte Stephan Hoberg in Sachsen vergeblich gesucht.

© DER SONNTAG Nr. 34/2017 vom 27.08.2017, Autor: Uwe Naumann